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[Review] Mammut Light Pump Mat UL

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Vor kurzem habe ich mir eine neue Thermo-Luftmatratze zugelegt.
Geworden ist es eine Mammut light PumpMat UL für den 3 Jahreszeiteneinsatz. Nun hatte ich die Matte das erste Mal mit auf Tour und möchte Euch gern die ersten Eindrücke dessen schildern.

Persönliche Anforderungen an eine Thermo-Luftmatratze

  • Kleines Packmaß
  • Geringes Gewicht
  • Guten R-Wert im Verhältnis zu Gewicht, Dicke und Packmaß
  • Längstrippen (Bei Querrippen rutsche ich komischer Weise runter, warum auch immer)
  • Integrierte Handpumpe, um kein Kondenz in die Matte zu pusten.

Der erste Eindruck

Als ich die Matte kaufte fiel mir sofort das kleine Packmaß und das relativ geringe Gewicht auf, was mir sehr entgegen kam.
Jedoch fragte ich mich auch, ob ich denn die Matte jemals wieder so klein verpackt bekomme, wenn man sie das erste mal im Einsatz hatte – dazu aber später mehr.

Die Light Pump Mat UL wird in einem großzügigen Packsack geliefert, sodass die Matte locker in diesen passt. Ebenso beigefügt ist ein Reparaturset, welches leider immernoch bei vielen Matten / Herstellern nur als separates Zubehör erhältlich ist. Dieses kann in einer kleinen Lasche des Packbeutels verstaut werden und geht so nicht verloren.

Packbeutel & Reparaturset der Mammut Light Pump Mat UL

Packbeutel & Reparaturset der Mammut Light Pump Mat UL

Das erste mal Ausgepackt und aufgeblasen – Die Matte besitzt zwei große Ventile, eines zum Befüllen, wenn die Handpumpe betätigt wird und eines zum Ablassen der Luft, wenn man die Mammut Light Pump Mat UL verpacken möchte. Das Aufblasen geht mittels der Handpumpe recht zügig von der Hand, bedarf beim ersten Mal allerdings etwas Übung, sonst sitzt man ewig vor der Matte und wundert sich warum nichts passiert. Das Ablassventil verrichtet ebenso seinen Dienst. Die Luft entweicht gut aus der Matte, nachhelfen muss man logischer Weise trotzdem. Aber alles in Allem, sehr einfaches, zügiges Handling.

Links das Ventil zum Aufblasen, rechts das Ablassventil

Links das Ventil zum Aufblasen, rechts das Ablassventil

Ebenso fällt die gute Verarbeitung ins Auge. Der squareTX™-Oberstoff fühlt sich weich, gemütlich und trotzdem robust an.
An den Seiten sind am Kopfteil, sowie am Fussende zwei Schlaufen angebracht, womit die Matte zusätzlich befestigt werden kann. Desweiteren befindet sich ein sehr nützliches Feature am Fussende – ein dauerhaft fixiertes Packband, worin die Matte später eingewickelt respektive verpackt wird, bevor sie im Packbeutel landet.

Packband am Fussteil der Mammut Light Pump Mat UL

Packband am Fussteil der Mammut Light Pump Mat UL

Technische Daten des Herstellers

  • Form: Alpine
  • Gesamtgewicht ohne Packsack in g: 560
  • Packmass in cm: 19 x 12
  • R-Value: 4.1
  • Einsatzbereich: 3-Season
  • Neuer squareTX™-Oberstoff: robust, rutschfest und extrem leicht
  • Body Mapping-Technologie optimiert die Isolationsleistung in den verschiedenen Körperzonen
  • Neue grosse Ventile ermöglichen ein schnelles Aufpumpen und Zusammenpacken der Matte
  • Neuentwickelte Handpumpe im Fussbereich ermöglicht extrem schnelles Aufpumpen
  • Bewährter PU-Schaum zur Isolierung in der Matte schützt vor Kälte und ist klein komprimierbar

Praxistest

Nach einem 6-tätigen Campingplatzaufenthalt im Mittelgebirge bei Nachtemperaturen um die 6 bis 13 grad, denke ich die Mammut Light Pump Mat UL für’s Erste ganz gut einschätzen zu können, zumindest was den „Sommerbereich“ angeht. Kältere Nächte in Richtung Gefrierpunkt stehen noch aus, werden aber definitiv in diesem Winter folgen.

Nachdem ich für die Matte ca 1 Minute gebraucht habe um sie aufzublasen, galt es sich seinen Schlafplatz fertig einzurichten und der ersten Nacht im Zelt mit neuer LuMatra entgegen zu fiebern. Ich war gespannt wie es sich auf der Matte schläft und ob ich in der Nacht herunter rutsche, bei gerade mal 52cm an der breitesten Stelle. Als ich am Abend in meinen Sommerschalfsack schlüpfte, fühlte ich mich gleich sehr wohl. Zu keinem Zeitpunkt berührte ich den Zeltboden. Lediglich wenn ich mich mit vollem Gewicht auf den Ellenbogen aufstütze drückte ich durch die 7,5cm dicke Matte.
Die glatte Oberfläche des Schlafsacks rutsche auf der rutschhemenden Oberfläche der Matte kaum hin und her, ich hatte auch nicht das Gefühl das die 185 cm kurze Matte zu klein oder zu schmal für mich ist. Für mich als Rückschläfer ist sie wahrscheinlich auch ideal. Personen die gern mit angewinkelten Beinen auf der Seite schlafen könnten hier Probleme bekommen, sodass die knie über die Matte hinaus ragen.

Die Mammut Light Pump Mat UL fertig aufgeblasen

Die Mammut Light Pump Mat UL fertig aufgeblasen

Als ich in der Nacht wach wurde um etwas zu trinken, habe ich bemerkt das mir die Matte gemütlich mollige wärme von unten wieder zurück gibt.
Ich guckte auf das Thermometer, welches mir eine Nachttemperatur von 7 grad verriet. Die Matte hatte definitiv noch massig Reserven nach unten, das merkte man. Ob der R-Wert von 4,1 letztlich ein wirklich reeller Wert ist, dem man voll Vertrauen kann, kann ich noch nicht sagen. Temperaturen um den Gefrierpunkt dürften auf jeden Fall keinerlei Probleme machen, da bin ich mir sehr sehr sicher.

Der Komfort ist gegeben auch wenn die Matte sehr schmal geschnitten ist. Ich habe die ersten 5 Nächte auf der Matte wirklich sehr gut geschlafen. Ich wahr förmlich erholt und hatte keinerlei Rücken oder Nackenschmerzen am Morgen. Das spricht für sich, da ich sehr schnell auf schlechte „Betten“ reagiere. Ich bin mit dem Schlafkomfort sehr zufrieden. Die Längstrippen hielten mich wunderbar in der Mitte. Luft lies die Mammut-Matte ebenso keine, ich musste in 5 Nächten kein einziges Mal nachpumpen. Somit habe ich auch hier keine Beanstandung.

Das Verpacken der Mammut Light Pump Mat UL ging sehr einfach von der Hand: Ablassventil öffnen, Matte zusammenrollen, dabei etwas druck ausüben, sodass die Luft vollständig entweicht. Anschließend die Matte nochmals ausrollen und richtig klein wieder zusammen rollen. Ich war beeindruckt, denn ich habe das Packmaß welches ich beim Kauf der Matte so beeindruckend fand tatsächlich ohne Probleme wieder hinbekommen. Das in ca einer Zeit von 3 bis 4 Minuten.

Fertig verpackt nimmt sie nur noch 18 x 13cm im Rucksack in Anspruch

Fertig verpackt nimmt sie nur noch 18 x 13cm im Rucksack in Anspruch

Fazit

Ich bin mit der Mammut Light Pump Mat UL bisher sehr zufrieden. Die nächsten Nächte im Zelt werden kommende Woche folgen. Ich hoffe das mein erster Eindruck der gleiche bleibt und nicht getrübt wird. Bisher ist alles so wie ich mir das vorgestellt habe. Einzig und allein die reelle Frage nach dem R-Wert von 4,1 kann ich noch nicht so ganz glauben, aber auch das werde ich im Winter sehen. Gut finde ich das ein Reparaturset mitgeliefert wird, es direkt im Packsack verstaut werden kann und das Packband direkt an der Matte vernäht wurde. Somit wurden alle Vorkehrungen getroffen um nichts zu verlieren, das gefällt mir. Ebenso ein kleiner Nebeneffekt – die Matte wiegt sogar 3 Gramm weniger, als angegeben (557gramm) 😉
Kurzum ist die Mammut Light Pump Mat UL für mich ein toller Kompromiss aus Leichtgewicht, Packmaß und Komfort bei bisher exzellenter Isolation. Wer beim Schlafen nicht viel Platz braucht und im Zelt nicht auf Wanderschaft geht, sollte sich diese Matte mal etwas genauer ansehen. Ich mag sie 😉

Weiterführende Infos

Testvideo eines älteren Modells der Light Pump Mat UL von O’doo TV:

Mammut light Pump Mat UL bei Mammut.ch

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[Review] Mammut Light Pump Mat UL, 5.0 out of 5 based on 7 ratings

Mammut Light Pump Mat UL im Test

Mammut Light Pump Mat UL im Test
9.15

Funktion

9/10

    Qualität & Verarbeitung

    10/10

      Gewicht & Packmaß

      10/10

        Preis- & Leistungsverhältnis

        9/10

          Pros

          • Reparatur Set enthalten
          • R-Wert
          • Gewicht & Packmaß

          Cons

          • Recht schmal
          • Hohe Geräuschentwicklung bei Bewegung
          • Recht teuer

          Autor: Paul Schmuck

          Mein Name ist Paul. Ich bin Betreiber dieses Blogs, Leidenschaftlicher Mountain Bike 4Xer, Webentwickler und begeistert von "Mutter" Natur... Besucht auch mein Profil auf Google+ oder Twitter. Bleibe Up-To-Date in dem du meinen Newsletter abbonierst. Dies kannst du hier tun.

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