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Erfahrungsbericht Apple MacBook M467 D/A (Alu-Unibody)

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Seit nun wenigen Tagen, bin ich stolzer Besitzer des neuen MacBook MB467.

Heute, hier und jetzt gibt es einen kleinen Erfahrungsbericht der neuen Serie…

Das Design:
Es ist das Erste was auffällt, wenn man sich die neuen Macbook’s so anschaut – Das Design hat sich „grundlegend“ geändert. Die nun 5. Macbook Serie wird aus einem Stück Aluminium gefertigt. Dadurch wird das Notebook stabiler, um ein paar Gramm leichter und meiner Meinung nach auch um einiges Schöner – Es passt sich meinem Stil auf dem Schreibtisch mehr an 🙂

Das Touchpad:
Was Apple beim iPhone angefangen hat und beim Macbook Air weiter optimiert hat, fndet man nun in Vollendung in den neuen Macbook’s wieder – das neue Touchpad. Es sieht im Gegensatz zum gewöhnlichen Touchpad viiieeelll größer aus und man vermisst die „Klicktaste“.
Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich genau dieser Aspekt. Man sitzt vor einem Notebook, hat ein riesen großes Touchpad vor der Nase, aber nichts zum Klicken…
Wenn man sich aber traut, was man auf jeden Fall machen sollte, das Teil genau unter die Lupe zu nehmen, wird man feststellen das es sehr viel spaß macht damit zu arbeiten. Es ist egal auf welchem Bereich des Touchpad’s man klickt. Man hat die Möglichkeit auf dem gesamten Touchpad einen „Mausklick“ auszuführen. Ebenso das vergrößern von Bilder – wie man es ursprünglich vom iPhone her kennt – macht richtig Laune. Zwei Finger auflegen, auseinander ziehen und groß ist das Bild, die pdf Datei und und und…
Was mich sehr gewundert hat und wo ich damals, bei meinem ersten Macbook, schon erstaunt war, wie Apple das hinkriegt das man mit mehreren Finger arbeiten kann. Also wie ist es Möglich mit zwei Fingern zu scrollen, einen sekundärklick auszuführen, oder eben den normalen Klick auszuführen…

Aber wie schon beschrieben treibt es Apple auf die Spitze – Es sind nicht mehr nur zwei FInger im Spiel. Es kommen auch Finger 3 und 4 zum Einsatz. Mit dem 3.Finger auf dem Touchpad ist es nun möglich, Websites, Photos und Titel in iTunes zu navigieren. „Wischt“ man mit den 3 Finger zum Beispiel auf einer Website nach links, so gelangt man eine Seite zurück. Im umgekehrten Fall natürlich dann eine Website nach vorne. Das gleiche dann in iPhoto und Co.
Finger 4 ist die Krönung. Wenn man 4 Finger auf das Touchpad legt, damit nach oben streicht, wird einem der Schreibtisch angezeigt. Streicht man nach Unten öffnet sich das Exposé. Streicht man nun nach Links oder rechts, wird einem die Liste aller geöffneten Programme angezeigt, also ganz genauso dem Shortcut Apfel+Tabulator (  + Tab ).

Fazit des Touchpads:
Geiles Teil was Apples da kreiert hat. Etwas gewöhnung bedarf es zwar schon, aber ich muss gestehen das ich jetzt schon nach einigen Tagen nicht mehr her geben möchte.

Das Display:
Jetzt komme ich zu dem wahrscheinlich Diskussionsthema Nr. 1 – Das neue LED Display.
Matt, Glossy, oder Glas – was ist besser schöner und besser? Genau das liest man seit Wochen, Monaten, wenn nicht sogar seit Jahren in jeglichen Foren.

Ich habe dazu meine ganz persönliche Meinung: Ich habe während meiner Ausbildungszeit alle Arten von Display kennen gelernt. Anfangs natürlich matte Displays. Vorteil deren: Klares genaues Bild, kein Spiegeln. Als ich mein erstes Notebook mit Glossy Display hatte, war ich erstaunt wie satt und schön die Farben doch aussehen können. Jedoch nervte mich anfangs die Spiegelung. Daran gewöhnt man sich aber recht schnell. Dann kam vor knapp 2 Jahren mein erste MAC ins Haus. Ebenfalls Glossy, aber schon in Stufe 2 der Entwicklung. Farbe satt, kann ich dazu nur sagen. Was darunter ein wenig gelitten hat war der Kontrast.
Jetzt liest man in Foren immer wieder das es doch ein „Unding“ sei, mit solch einem Display im Bereich der Print- und Webmedien zu arbeiten… Farbverfälschungen und und und.
Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, was die Menschheit von solchen Produkten erwartet.

Letztendlich gibt es meiner Meinung nach zu viele Leute die denken, nur weil da Apple oder Sony drauf steht, das sie bei einem Notebook für 1500 bis 2300€ erwarten, dass das Display einem EIZO für 3500€ entspricht. Und das genau ist der Punkt der mich manchmal sogar sauer macht. Seit Apple nun die neuen LED Displays auf den Markt geworfen hat, ist genau diese Diskussion wieder in aller Munde, da nun das neue Display aus „Glas“ ist. Es ist im Prinzip die gleiche Dispplay-Oberfläche die das iPhone besitzt, nur eben in 13,3 oder 15,4 Zoll. Nur mit dem Unterschied das diese durch LED’s beleuchtet werden.

Ich kann dazu nur sagen das mir die neuen LED Displays sehr sehr gut gefallen. Die Ausleuchtung ist Flächendeckend besser denn je. Die Displays sind sofort nach Aufklappen des Macbook’s startklar, was bei „normalen“ nicht der Fall ist. Da dauert es manchmal eine kurze Zeit bis die Bildschirme Ihre volle Leuchtkraft wieder haben.
Durch die LED’s im Display wird die Akkulaufzeit wirklich merklich verbessert. Ich wollte es kaum glauben. Aber ich nutze das Macbook nun schon den zweiten Tag im Akkubetrieb, dazu aber später mehr.
Die Oberfläche der Display ist logischer Weise, da es Glossy Displays sind, auch sehr empfindlich. Aber hier holt Apple wieder die Katze aus dem Sack und legt ein Putztuch bei 🙂
Einen so genannten Display-Rand sucht man seit einführung der neuen Displays vergebens. Die Oberfläche ist ein Stück. Es existiert also keine „Flusenkante“ mehr, wo sich der Staub absetzten kann. Ich hoffe ihr wisst was ich damit meine.

Eine weitere Neuerung ist der Umgebungslichtsensor. Vom iPhone schon bekannt, findet nun dieser auch Einzug in den neuen Macbook-Modellen. Dieser Sensor macht spaß… Dunkle Umgebung – Display wird langsam dunkler, Tastaturbeleuchtung geht langsam an. Helle Umgebung – Display wird heller, Tastaturbeleuchtung geht aus – wunderbare Sache. Der Sensor lässt sich natürlich auch abschalten, sodass man hier wie gewohnt seine persönlichen Displayeinstellungen vornehmen kann.

Fazit des Displays: Ein sehr schönes Display, welches meiner Meinung standard in Notebooks werden sollte. Das die RGB Farbwerte nicht einem EIZO Display für 4000€ entsprechen, sollte dabei JEDEM klar sein. Denn wer an diesem Punkt rum meckert, sollte sich kein Notebook ins Haus stellen, egal ob Apple oder Sony drauf steht – das sollte man nie vergessen! Der Lichtsensor macht wie schon beschrieben sehr viel spaß und die LED’s ersparen einem den ein oder anderen Gang zur Steckdose.

Die Tastatur:
Bei der Tastatur hat sich Apple etwas „zurück“ gehalten und sich darauf verlassen was sie in den letzten Jahren gemacht haben. Getreu dem Motto „Never change a running system“. Die Tastatur ist ähnlich dem „alten“ Macbook. Der Anschlag ist nahezu identisch und das Layout sowieso 🙂
Einzig wirklicher Unterschied ist der, dass es jetzt nicht nur MacBook Pro Besitzern vorbehalten ist das die Tastatur beleuchtet wird. Bei der „Highend“ Variante des Macbook’s werden die Tasten ebenfalls beleuchtet und passen sich, wie das Display auch, an die Lichtverhältnisse der Umgebung an.

Fazit der Tastatur:
Gewohnte Umgebung kann ich dazu nur sagen. Wer schon mal ein Macbook hatte oder hat wird feststellen, das er nach wenigen Minuten genauso schnell seine Texte tippen kann wie vorher auch. Einziger Unterschied, ist die Beleuchtung, die aber das „Tippverhalten“ nicht ändert.

Der Akku / Akkulaufzeit:
Was hat sich gegenüber dem alten Akku Modell geändert? Eigentlich nicht viel. Der Akku sitzt nach wie vor im unteren Teil des MacBook’s 🙂
Einziger Unterschied ist die Laufzeit und die Akkuanzeige. Bei den „alten weißen“ MacBook’s befindet sich die Ladestandsanzeige direkt am Akku und man musste das MacBook auf den Kopf legen um an diese heran zu kommen, wenn man denn wissen will was der Akku noch für eine Kapazität aufweist. Bei meinem weißen MacBook betrug die Akkulaufzeit ca. 4 bis 5 Stunden, je nach dem welche Anwendungen wie stark genutzt wurden. Bei den neuen MacBook’s habe ich den Eindruck, das der Akku die 5 Stunden Grenze schafft. Ob das allein an dem verbauten DDR3 Arbeitsspeicher liegt, der weniger Strom benötigt, oder „nur“ an dem LED Display, die ebenfalls weniger Strom verbrauchen als TFT oder LCD Displays, weiß ich nicht. Ich denke das es genau dieses Zusammenspiel ist, zwischen dem Display und der verbauten Hardware, die ja auch immer stromsparender wird.

Fazit der Akkuleistung:
Die Akkuleistung übertrifft bisher meine Erwartungen. Klar das MacBook ist neu und da sollte der Akku seine volle Leistung haben. Es ist nun aber auch so, das ich seit knapp 2 Tagen das MacBook vor mir habe, und es bisher keine Steckdose gesehen hat – ich surfe derzeit viel im Web, recherchiere, schreibe Texte und höre etwas Musik – Top Leistung.

Wo von ich nicht 100%ig überzeugt bin, ist die Ladestandsanzeige.
Ich persönlich finde es besser, wenn diese weiterhin unter dem MacBook sitzt und dort Ihren Dienst verrichtet. Da läuft man nicht so schnell Gefahr das diese gedrückt wird, wenn man sein Notebook in einer Tasche herum trägt oder in den „Händen“ hält. Aber im Großen und Ganzen – sehr gut.

Allgemeines:
Wie schon am Anfang beschrieben, gefällt mir der neue „Unibody“ der Macbooks sehr gut. Es gibt jedoch eine Sache die mich leider sehr negativ gestimmt hat – der Verschluss.

Die weißen MacBook’s haben einen teilweise sehr aggressiven Magnetverschluss, der bei einigen Besitzern dazu führte, das nach dem Öffnen des Display-Deckels etwas Plaste der Handballenauflage hinter her kam… Dies hatte ich zum Glück nicht…
Das Apple da allerdings was tun musste ist dann jedem klar. Jedoch ist es so das der Deckel nun nicht mehr „zu schnappt“, sondern dieser nur leicht von den Magneten gehalten wird, was dazu fürhrte das mein MacBook in der Tasche aufging. Die Folge ist nun, das ich mir eine neue Tasche kaufen muss, wo das MacBook quasi rein gepresst wird… Also widerstand auf das Gehäuse ausgeübt wird. Dieser soll natürlich nicht doll sein, dass das MacBook schlanker wird, sondern so gering das der Display-Deckel geschlossen bleibt. Wenn jetzt jemand Ideen hat anders zu lösen, dann her damit. Aber es ist derzeit so das etwas Angst habe das MacBook überall mit hin zu nehmen, da ich nicht weiß ob es geschlossen oder geöffnet dort ankommt.

Ebenfalls negativ viel mir auf, das Apple die Anschlüsse um ein Weiteres minimiert hat. Es gibt nun keinen 400er Firewire Anschluss mehr, was mich nicht weiter stört, allerdings wird es diejenigen stören die eine Kamera haben die via Firewire angeschlossen wird… Somit wird das Video-Editing auf dem MacBook via Final Cut und Firewire Kamera unterbunden… Diese Personengruppe muss dann wohl oder übel zum Macbook Pro greifen.
Ein weiteres Manko sind die geänderten Anschlüsse für die externen Displays… Es gibt nun einen neuen Display-Adapter, da die alten „Mini-DVI-Adapter“ zu groß sind… Problem an der ganzen Sache ist nur, das so gut wie kein Laden, diese Adapter bisher im Programm hat… Wer hier also auf ein externes Display angewiesen ist, muss „Wartezeiten“ in Kauf nehmen…

Gesamtfazit:
Das neue MacBook ist jeden Cant wert. Die geänderten Displays, die Akkulaufzeit gepaart mit MAC OS X Leopard machen das MacBook zu einem wahren Lifestyle und Arbeitstier – Allein die 5 fach gestiegende Grafikleistung sprechen für sich.
Die ebenfalls geänderten Touchpad’s machen wirklich sehr viel Freude und ersparen einem den ein oder anderen Tasten- und Mausklick.

Das die Display-Adapter seitens Apple nicht lieferbar sind für Retail-Stores, finde ich auf gut Deutsch gesagt, eine wahr frechheit, allerdings kann man irgendwie noch verschmerzen.

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem neuen MacBook sehr zufrieden und ich freue mich nun auf eine neue, etwas andere Mac OS X Zeit, in anderem Gewandt.

Weitere Infos zu den neuen MacBook’s erhaltet Ihr auf der Seite von Apple, Gravis, und Co

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Erfahrungsbericht Apple MacBook M467 D/A (Alu-Unibody), 5.0 out of 5 based on 4 ratings

Autor: Paul Schmuck

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2 Kommentare

  1. auch nach knapp einem monat dauerhafter arbeit mit dem gerät, kann ich nur sagen, dass ich den kauf des notebooks in keinster art und weise bereue…

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